COVID-19: WHO rät von zwei Medikamenten ab
Derzeit kann sich die WHO mit Blick auf das Antidepressivum Fluvoxamin auf Daten aus drei randomisierten kontrollierten Studien stützen. Für das Gichtmedikament Colchicin sind es sieben.
Die jeweilige Meta-Analyse liefert keine ausreichenden Belege dafür, dass die beiden Medikamente relevante klinische Endpunkte bei Patientinnen und Patienten mit nicht-schwerer COVID-19-Erkrankung verbessern.
Living Guideline für die Behandlung von COVID-19
Mit einer Living Guideline für die Behandlung von COVID-19 stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stetig aktualisierte Empfehlungen bereit. Sobald neue Informationen zur Verfügung stehen, werden diese geprüft; unter anderem werden die jeweiligen fortlaufenden Netzwerk-Meta-Analysen zu einzelnen Medikamenten um neue Studien ergänzt. Bei Bedarf aktualisiert ein Gremium internationaler Experten der WHO-Guideline-Development-Group dann die Leitlinie entsprechend.
Die jeweilige Meta-Analyse liefert keine ausreichenden Belege dafür, dass die beiden Medikamente relevante klinische Endpunkte bei Patientinnen und Patienten mit nicht-schwerer COVID-19-Erkrankung verbessern.
Daher raten die Experten der WHO-Guideline-Development-Group davon ab, Colchicin bei diesen Patienten einzusetzen. Für Fluvoxamin lautet die Empfehlung, dass es nur im Rahmen von klinischen Studien verwendet werden soll.
Eine Empfehlung für den Einsatz der beiden Medikamente zur Behandlung von Patienten mit schwerer oder kritischer Erkrankung besteht seitens der WHO ebenfalls nicht.
Quelle: Ärzte Zeitung