Erstattungspreis für Masken sinkt auf 3,90 Euro
Die Verordnung wird morgen im Bundesanzeiger verkündet und tritt am Sonntag in Kraft. Für die Masken, die gegen den ersten Coupon abgegeben werden, gilt weiterhin der Preis von sechs Euro pro Maske. Der zweite Berechtigungsschein kann im Zeitraum vom 16. Februar bis 15. April eingelöst werden. Hierfür können die Apotheken 3,90 Euro pro Maske abrechnen.
Auf Anfrage von DAS PTA MAGAZIN rechnet das Bundesgesundheitsministerium vor, wie es zu der Senkung des Maskenhonorars kommt: "Als die Bundesregierung die Maskenabgabe für Ältere und Risikogruppen Anfang Dezember organisiert hat, lagen die Durchschnittspreise für die Produkte bei 4,29 Euro, und der Markt für medizinische Schutzmasken war sehr volatil. Zu der Zeit waren 5,04 Netto-Vergütung (= 6 EUR brutto) für Beschaffung, Betriebskosten und Beratung angemessen. Doch obwohl durch die mittlerweile ausgeweitete Verpflichtung zum Tragen von medizinischen Schutzmasken eine hohe Nachfrage erzeugt wurde, sind die Preise seitdem stark gesunken." Auf diese dynamische Entwicklung reagiere das BMG mit einer Anpassung auf 3,90 Euro brutto.
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärt die Verteilung von Gratismasken an Hartz-IV-Empfänger: "Da mögliche Virus-Mutationen ansteckender sind, sind seit kurzem medizinische Masken im ÖPNV und beim Einkaufen Pflicht. Um Bezieherinnen und Bezieher der Grundsicherung für Arbeitssuchende diesen Schutz zu ermöglichen, werden sie mit FFP2-Masken unterstützt. So wird der Corona-Schutz keine Frage des Geldbeutels."
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit